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Von der biologischen Wirkung zur Regulierung: Wie können neue Ansätze in der Stoffbewertung helfen?

Am 11. und 12. März 2019 findet an der Universität Tübingen ein Workshop zur Risikobewertung von Stoffen in der aquatischen Umwelt statt.
Juvenile Bachforelle

Bei der Bewertung des Risikos von Stoffen für die aquatische Umwelt werden derzeit in Wirktests vor allem apikale Endpunkte wie die Mortalität, die Immobilisierung von Organismen oder deren Wachstum und Fortpflanzung nach relativ kurzzeitiger Exposition gegenüber Einzelsubstanzen untersucht. Wenig oder unberücksichtigt bleiben dabei spezifische sowie direkte oder indirekte Wirkungen von chronischen Belastungen. Diese können die Resilienz von Organismen beeinflussen und sich erst langfristig auf Populationen auswirken. Ebenso vernachlässigt werden Themen wie Mischungstoxizität, Pulsbelastung oder Effekte von Transformationsprodukten sowie Formulierungen.

Ob und inwiefern solche langfristigen subtilen Wirkungen den weltweiten Artenrückgang in aquatischen (und terrestrischen) Ökosystemen beeinflussen, ist wenig bekannt. In dem Workshop sollen aktuelle Ergebnisse zu diesen Themenfeldern präsentiert und Möglichkeiten für ihre Integration in den Prozess der Stoffzulassung erörtert werden. Ebenfalls diskutiert werden soll die Eignung von in vitro-Systemen zum Nachweis organismischer Effekte. Dem Konzept der Adverse Outcome Pathways (AOP) soll besondere Beachtung geschenkt werden, da es in den USA bereits Eingang in die Stoffregulierung gefunden hat. Welche Daten in Deutschland oder der EU berücksichtigt werden sollten, möchten WissenschaftlerInnen in dem Workshop mit regionalen, nationalen und internationalen BehördenvertreterInnen diskutieren. Das Themenfeld soll zudem im Kontext der gesetzlichen und ethischen Verpflichtung zum vorsorgenden Schutz von Mensch und Umwelt betrachtet werden. Das Programm finden Sie in der EINLADUNG.

Der Workshop wird vom Team des Projektes Effect-Net an der Universität Tübingen veranstaltet. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Prof. Rita Triebskorn (Universität Tübingen).

 

Datum: 11./12. März 2019

Ort: Universität Tübingen, Auf der Morgenstelle 3, Hörsaal N10

 

Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenlos. Bitte melden Sie sich bis zum 25. Februar 2019 unter Nutzung des ANMELDEFORMULARS per E-Mail oder Fax an (Kontakt siehe unten).

EINLADUNG

Kontakt:

Geschäftsstelle des Netzwerks Wasserforschung Baden-Württemberg

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

E-Mail: info∂wassernetzwerk-bw.de

Fax: 0721 608-46497