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Zukunftswerkstatt „Wassertechnologie im Kontext globaler Wasserressourcenprobleme”

Am 18. Juli 2017 fand am KIT eine moderierte Zukunftswerkstatt des Netzwerks Wasserforschung Baden-Württemberg statt.
Zukunftswerkstatt Wassertechnologie KIT

Aus den globalen Rahmenbedingungen erwachsen enorme Herausforderungen, um die immer größer werdende Lücke zwischen dem verfügbaren Wasserangebot auf der einen Seite und dem stetig steigenden Wasserbedarf auf der anderen Seite zu decken. Die Entwicklung innovativer Technologien zur Wasseraufbereitung wird daher eine immer größere Rolle spielen, um Wasser in ausreichender Menge und Qualität bereitzustellen.

Um das Thema „zukünftige Wassertechnologien” zu erörtern, sind 25 Expertinnen und Experten von Forschungsinstitutionen, Industrieunternehmen und Behörden, überwiegend aus Baden-Württemberg, zusammengekommen. Das Ziel der Veranstaltung war es, Perspektiven für die Zukunft der Wassertechnologie zu entwickeln und neue Kooperationen aufzubauen.

Eine Zukunftswerkstatt zeichnet sich durch ein stringent moderiertes, zielgerichtetes Vorgehen aus, das von den Teilnehmenden inhaltlich bestimmt und gestaltet wird. Dazu wird abwechselnd im Plenum und in Kleingruppen unterschiedlicher Zusammensetzung gearbeitet. Es werden drei Phasen durchlaufen: Zunächst werden Kritikpunkte an der jetzigen Situation gesammelt und verdichtet (Kritikphase). Im Anschluss entwickeln die Teilnehmenden Zukunftsvisionen, in denen ihre Ideen verwirklicht sind (Utopiephase). In dieser Phase „reisten” die Teilnehmenden auf fiktive Planeten, auf denen alle Wasserprobleme gelöst sind. Danach wurden die spannendsten Ideen in konkrete Ansätze überführt und hinsichtlich ihrer Umsetzung diskutiert (Verwirklichungsphase).

In der letzten Phase standen 4 Themen im Fokus: Die erste Gruppe erörterte die Anforderungen an ein innovationsfreundliches Umfeld für neue Technologien. Als bedeutsam wurde erachtet, dass es keine „Hidden Agenda” bei Forschungsprojekten geben darf und auch das „Scheitern” offen kommuniziert werden sollte. Die zweite Gruppe befasste sich mit der Rückgewinnung von Stoffen aus Abwasser als Anforderung an zukünftige „Wasserressourcen-Zentren”. In der dritten Gruppe standen Zentral-/Dezentral-Systeme im Fokus. Die letzte Gruppe diskutierte Anforderungen an optimale und regional angepasste Technologien.

 

Die Moderation der Zukunftswerkstatt übernahm Dr. Robert Gaßner, Büro für Zukunftsforschung und Zielbildung

Bei Interesse an den Ergebnissen der Zukunftswerkstatt, wenden Sie sich bitte an Ulrike Scherer von der Geschäftsstelle des Netzwerks Wasserforschung.

 

Bildnachweis: Bilder oben, von links nach rechts: Nachklärbecken, Meewasserentsalzung mit Membranen, Pilotananlage zur Brackwasseraufbereitung, Nahaufnahme von Granula (© Engler-Bunte-Institut, Wasserchemie und Wassertechnologie); Bilder im Text: Bilder von der Zukunftswerkstatt am 18.07.2017 am KIT (© R. Gaßner).